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Originaltitel: Die Angst vor dem Sterben...
By: MaVe
Date: Donnerstag
31. Juli
2001

Info: Nicht auf Rechtschreibfehler überprüft!



Das hab ich von cs.de aufgegriffen:


Die Angst vorm Sterben...

von npo | MegabitE


Wieder eine LAN-Party, wieder viele Clanwars... und was hat es mich gelehrt? Dasselbe wie so oft... sie haben Angst!

Angst wovor? Es ist die ureigenste Angst in uns, die Angst zu sterben...

Nun gut... gehen wir ein wenig zurück! Zurück in die Ursprünge der Menschheit, zurück zur Gewalt. Die Menschen haben Angst, das ist nichts neues. Die Bedrohung unseres Lebens durch Kriege, Katastrophen, Unfälle und tägliche Soap-Operas im TV ist allgegenwärtig... ich muss ständig Angst haben das meine zerbrechliche Existenz, nur an einem seidenen Faden hängend, mein kostbares Leben, jeden Moment zuende sein könnte! Ich könnte in einem Geiseldrama erschossen, von einem Zug überrollt, von einem Hochhaus gestossen oder von einem Irren erdrosselt werden oder plötzlich an Herzverfettung sterben! Und wer will das schon? Ein paar Leute sicherlich, aber die Masse hängt doch meiner Meinung nach sehr am Leben!

Tja, das klingt auch irgendwo recht vernünftig, denn das Leben hat für die meisten von uns ja auch schöne Seiten! Aber... was hat das mit Counter-Strike, ner LAN-Party und meinem Rechner zu tun?

Die Angst vorm Sterben gibts dummerweise nicht nur im richtigen Leben... da mögen die meisten sie nochmal verdrängen können... oder denkt ihr täglich über euer Ende nach?
Ich für meinen Teil nicht, sonst könnte ich das Leben kaum so geniessen wie ich es tue!
Dummerweise vermindern gerade die Leute, die offenbar vielzusehr über das Sterben nachdenken, diese Lebensqualität!
Ja, genau diese Angst vorm Sterben tritt zutage, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann, beim Counter-Strike zocken!

Aber warum? Angst ist nicht gerade bekannt dafür hilfreich in Stressituationen zu sein... nein, eher hinderlich! Das ist bei einem Vorstellungsgespräch so, das ist auf einem sinkenden Schiff so und das ist beim Zocken auch nicht anders!

Und jedesmal wieder frage ich mich: Warum rushen fünf Leute nicht einfach durch eine Tür wo nur zwei hinter campen, sondern warten ab bis sie in die Zange genommen und niedergemetzelt werden?
Die Antwort ist einfach! Jeder hat einfach Angst der erste zu sein der durch die Tür und damit auch geradewegs über den Jordan geht!
Da ist es doch viel angenehmer zu warten bis die restlichen Gegner einem in den Rücken fallen und man von zwei Seiten bequem niedergemacht wird, oder? Dann ist man wenigstens nicht nur selber tot, sondern auch noch der Rest des Teams!
Prima, man muss wenigstens nicht lange als Ghost durch die Gegend schwirren sondern kann sich gleich aufmachen um die nächste Runde zu verlieren!

Das ist meine ewige Predigt, die ich auf der letzten GSG-Netzwerksession mal wieder am eigenen Leib spüren durfte, weil sich das tolle Team mit dem ich spielte mal wieder völlig in die Hosen gemacht hat... Aber die Angst vorm Sterben ist im Grunde nur der Anfang. Es gibt da für mich insgesamt drei Stufen:

1. Angst vorm Sterben
2. Panik
3. Resignation

Tja, die Angst vorm Sterben versaut einem normalerweise die schönste Taktik die man vorher abgesprochen hat, weil nie einer der erste sein möchte... oder wenn er der erste ist, wartet er einfach bis jemand anders vorbeigeht und die Spitze einnimmt... dann könnte man die Runde ja überleben... der zweite hat dummerweise auch wieder keinen Bock und so steht man vor der Ecke, hinter der ein paar Camper sitzen, und wartet lieber auf das Ende...

So läuft das ganze ein paar mal ab, bis irgendjemand in Panik ausbricht und das ganze Team ansteckt... hilfehilfe die Taktitk ist nichts, wir kommen nicht weiter, wir verlieren (Text absichtlich entschäft *g*)! Klar, wenn keiner macht was die Taktik vorgibt kann sie auch nicht funktionieren! Ein verzweifeltes Mitglied des Teams schreit sich noch die Kehle aus dem Hals weil die andern es nicht peilen... und irgendwann tritt zwangsläufig Phase drei ein... die Resignation.
Selbst der optimistischste, strahlendeste Taktiker kann nichts mehr ausrichten wenn das Team in Panik, die Moral am Boden und die Stimmung dahin ist! Meist sagt irgendwer leise was von "hat eh keinen Sinn", was sich ebensoschnell auf das Team und dessen Moral auswirkt wie die Panik... keiner glaubt mehr das auch nur ein Punkt zu holen ist! Und das Team resigniert und geht mit dem sinkenden Schiff unter...

Das Beeindruckende an dieser ganzen Argumentation ist, wie ich finde, dass alles nur auf eine Sache zurückzuführen ist: Die achso unsinnige Angst vorm Sterben!

Klar, es ist nicht schön beim Zocken ins Gras zu beissen, wer wird schon gerne gekillt?
Aber ist es nicht völlig egal wenn das Team trotzdem die Runde gewinnt? Wenn die Geiseln trotzdem gerettet wurden oder die Bombe trotzdem hochgeht?
In einem Clanwar zählen nicht die Kills und Deaths auf dem Scoreboard sondern die Teamwins! Was also soll das? Warum will keiner für das Team und für den Sieg sterben?
Ich hab mir diese Frage schon tausendmal gestellt und komme nur zu einem Schluss:
Den meisten Leuten fehlt gerade diese Einsicht, dass das Leben in einem Clanwar nichts zählt und das nichts gleichgültiger sein könnte als das ich sterbe... solange das Team gewinnt!
Das soll natürlich auch kein Aufruf zu dummen Kamikazeaktionen sein, aber wenn es sinnvoll ist, sterbe ich gerne fürs Team! Bin ich erster, beisse ich in den sauren Apfel und geh drauf wenns denn so sein soll... das nächste mal ist es jemand anders!

Wenn dein Team also irgendwann mal zu dieser Erkenntnis kommt, dann stehen die Chancen schon viel besser einen War zu gewinnen! Es ist kein Allheilmittel, aber viele Wars hätten alleine durch diese Erkenntnis gewonnen werden können! Denn fünf Leute können immer zwei Camper wegrushen, wenn auch mit Verlusten! Aber ist das nicht egal wenn der Weg zum Sieg frei ist?

Verschwendet einen oder zwei Gedanken an meine Worte, schaden kann es nicht!